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Seit meiner Geburt bin ich körperlich Behindert. Die Ursache meiner Behinderung war, dass meine Nabelschnur um meinen Hals gewickelt war. Infolge dessen erlitt ich Sauerstoffmangel, der eine Schädigung des Bewegungs- und des Sprachzentrums zur Folge hatte.

Für meine Eltern und Großeltern war das natürlich erstmal ein Schock. Doch bald war ihnen klar, dass sie das Beste aus der Situation machen müssen. So sahen sie sich nach einer Förder­einrichtung um. Ihre Wahl fiel auf die Körperbehindertenschule in Chemnitz.

Dieser Einrichtung bot mir die Förderung, die ich brauchte, wie zum Beispiel Logopädie und Therapie. Ich weiß, dass es für meine Eltern eine sehr schwere Entscheidung war, mich von Montag bis Freitag ins Internat zugeben.

Heute wissen meine Eltern und ich, dass es damals, 1990, die einzig richtige Entscheidung war. Durch die individuelle För­derung und pädagogische Begleitung bin ich selbstständig geworden und in der Lage meinen Alltag zu meistern.

An dieser Stelle möchte ich ein „großes Dankeschön“ an meine Eltern, Erzieher, Lehrer und nicht zu vergessen an meine Therapeuten sagen. Ohne deren Hilfe ich wahrscheinlich nie so selbstständig geworden wäre

Heute meistere ich die meisten Alltagsaufgaben und habe sehr viel Spaß dabei. Meinen Lebensunterhalt kann ich eigenständig durch die Tätigkeit als Webprogrammierer erwirtschaften. Daher bin auch Stolz darauf, dass ich so weit gekommen bin. (Ohne meinen starken Willen hätte ich das nie geschafft.)